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mowe.Festival für Kunst und Stadtkultur (2025-27), Keyvisual, credit: Studio Itch

Guppenausstellung: Fluide Ikonen | CMC Studio

Eine Gruppenausstellung mit Arbeiten von elf Künstler*innen zum Thema Fluide Ikonen – auf dem Dachgeschoss eines aufgelassenen Industriegebäudes am Neuen Ufer.

09. – 10. Mai 2026

13:00-20:00 Uhr

CMC Studios
Neues Ufer 19
10553 Moabit

mit Michal Andrysiak, Saba Arat, Anna Orlikowska, Felicitas Butt, Elena Grossi, O Gudzowski, Patrik Kiss & Liliána Pálfai, Am Nasr, Metis Pertsch, Allistair Walter, Matthias Winkler

Ausstellungsführungen: 09.05 um 18:00 Uhr & 10.05 um 14:00 Uhr

In einer Gegenwart, in der Bilder in stetiger Zirkulation sind und Bedeutungen sich fortlaufend verschieben, stellt sich die Frage nach dem Ikonischen in Verbindung mit Macht- und Vorbildern: nicht als etwas Stabiles, sondern als etwas Veränderbares und Verhandelbares.
Die Arbeiten der elf Künstler*innen bewegen sich zwischen Projektion und Suche, Befreiung und Verankerung. Sie verhandeln das Verhältnis zwischen dominierenden Bildern und leisen, oft unsichtbaren Aneignungen im Privaten.
Der Ausstellungsraum ist dafür da, sich Zeit in Ruhe zum Reflektieren und Interagieren zu nehmen.

1) „Adhar“ by Am Nasr
2) „Unbraiding the Whip“ by Anna Orlikowska
3) „giving only good, only good when giving“ by Elena Grossi
4) „At the End, All You Own Is Your Shadow“ by Felicitas Butt
5) „ASCENT“ by Liliána Pálfai and Patrik Kiss
6) „Icon I Can’t“ by Matthias Winkler
7) „TOY“ by Metis Pertsch
8) „Son of Shilada“ by Michal Andrysiak
9) „hair washed“ and „nails did“ by O Gudzowski
10) „Yörük/Nomad“ by Saba Arat
11) „Fading Icon“ by Allistair Walter

 

Zu den Künstler:innen

1)
Am Nasr ist ein ägyptischer, in Berlin lebender Künstler. Ausgehend von einem Architekturhintergrund studierte er Bildende Kunst bei Prof. Jimmy Robert an der Universität der Künste Berlin. Er arbeitet mit Bewegtbild, Skulptur, Performance und Fotografie und nutzt die Kraft von Bewegung und Selbstausdruck, um gesellschaftlich geprägte Narrative zu hinterfragen. Seine Arbeiten reflektieren konstruierte Formen von Zugehörigkeit und globaler Bürgerschaft und untersuchen starre soziale Dichotomien sowie deren politische Konsequenzen.

2)
Anna Orlikowska ist eine in Berlin lebende Multimedia-Künstlerin, die emotionale und wahrnehmungsbezogene Landschaften erforscht, in denen Realität mit Fiktion und Erinnerung mit Vorstellungskraft verschmilzt. Sie greift hic sunt dracones („hier sind Drachen“) als Metapher für zeitgenössische Leerstellen auf. Ihre Praxis untersucht Nostalgie, Erinnerung und Zeit und fragt danach, wie Wahrnehmung den Alltag prägt. Ausgangspunkt ist die Fotografie, erweitert durch Video, Installationen und Objekte, mit dem Fokus auf das Flüchtige. Sie interessiert sich für „blinde Flecken“: überbelichtete Bereiche, Leerstellen der Geschichte und übersehene Momente. Diese Lücken laden zur Neuinterpretation ein. Anstelle fester Narrative entstehen vielschichtige, ambivalente Arbeiten, die Dokumentation und Inszenierung verschwimmen lassen.

3)
Elena Grossi (Rom, 1999) ist eine in Berlin lebende Künstlerin, deren Praxis sich um die Zeichnung und ihren Status als fortlaufender Prozess dreht. Ihre Arbeiten sind auf wenige Materialien beschränkt – vor allem Graphit, Papier und Klebeband – und beschäftigen sich sowohl mit den emotionalen Implikationen der Materialität des Zeichnens als auch mit Ereignissen und Zufällen des Atelierprozesses. Derzeit studiert sie an der UdK, nachdem sie ihren Bachelor in Zeichnung an der Faculdade de Belas-Artes in Lissabon abgeschlossen hat. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Fabbrica del Vapore in Mailand (2022), im Kunstverein Zink in Wien (2024) und im Kunstquartier Bethanien in Berlin (2025) gezeigt.

4)
Felicitas Butt ist eine deutsch-kaschmirische Künstlerin mit Sitz in Berlin. In ihrer Praxis widmet sie sich der Erforschung sozialer und natürlicher Strukturen sowie der Art und Weise, wie diese Wahrnehmung, Verhalten und Zugehörigkeit prägen. Natur fungiert in ihren Arbeiten sowohl als Bildquelle als auch als Spiegel komplexer, miteinander verflochtener Systeme. Durch Beobachtung und Recherche versetzt sie Materialien in Spannungszustände und übersetzt Prozesse. Ihre Werke entstehen aus der Auseinandersetzung mit Material und Technik und bewegen sich zwischen Installation, Licht, Zeichnung und Malerei.

5)
Liliána Pálfai und Patrik Kiss sind ein kreatives Duo, das digitale, charakterbasierte Erzählformen mit immersiver technischer Architektur verbindet.
Liliána, Absolventin der Animation, schafft die visuelle und emotionale Grundlage ihrer Arbeiten. Ihre Praxis ist von Kindheitsnostalgie geprägt und nutzt detaillierte Charakterdesigns, um psychische Ebenen und ihren persönlichen Prozess der Selbstfindung zu erforschen.
Patrik ist Softwareentwickler und Creative Technologist und arbeitet an der Schnittstelle von Programmierung und sensorischem Design. Mit einem Schwerpunkt auf interaktiven Installationen schafft er die technische Grundlage, die es statischer Kunst ermöglicht, über den physischen Raum hinauszugehen.

6)
Matthias Winkler (geb. 1981 in Österreich) ist ein in Berlin lebender Künstler und Designer, der an der Schnittstelle von bildender Kunst, Handwerk und Mode arbeitet. Seine Praxis konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Körper und gestalteten Objekten und versteht Schuhe sowie tragbare Arbeiten als skulpturale Formen. Ein besonderer Fokus auf Materialität und handwerkliche Präzision ermöglicht die Neuinterpretation traditioneller Techniken im zeitgenössischen Kontext. Er studierte Bildende Kunst und Malerei an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie Mode (Schuhdesign) am Royal College of Art in London (MA, 2013). Seine Arbeiten wurden international gezeigt, unter anderem in London, Berlin, New York und Osaka (Expo 2025). 2022 wurde er mit dem Modepreis der Stadt Wien ausgezeichnet.

7)
Metis Pertsch ist eine in Leipzig und Berlin lebende Künstlerin, die in Halle, Leipzig und Wien Bildhauerei sowie ortsspezifische Kunst studiert hat. In ihrer Praxis setzt sie sich mit Sexualität, Körperlichkeit und queerer Sichtbarkeit auseinander. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind häufig körperbezogene und intime Materialien sowie die Erforschung des Körpers als intimer Raum und zugleich als Ort sozialer Aushandlung. Sie verbindet persönliche und politische Fragestellungen und untersucht diese in multimedialen Ansätzen. Aktuell arbeitet sie verstärkt skulptural und installativ und überträgt performative Ansätze in den Raum.

8)
Michal Andrysiaks Praxis bewegt sich fließend zwischen Fotografie, Video, Malerei, Skulptur und Bühnenbild und verbindet unterschiedliche Disziplinen zu einer kohärenten visuellen Sprache. Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung in Porträtfotografie, redaktionellen Aufträgen sowie Kooperationen mit Theatern, Magazinen, Modedesigner:innen, Musiker:innen und Performance-Künstler:innen hat er eine zugleich technisch präzise und emotional dichte Bildsprache entwickelt. Während Fotografie und Videografie die Grundlage seiner künstlerischen Entwicklung bilden, markiert seine jüngere Hinwendung zu Malerei und Skulptur eine bewusste Erweiterung über das Medium Kamera hinaus. In diesen Arbeiten überträgt er sein Gespür für Komposition, Licht und Farbe in haptischere Formen, in denen die Hand ebenso zentral wird wie zuvor die Linse.

9)
O Gudzowski ist ein transdisziplinär arbeitender Künstler mit Sitz in Berlin und einem Hintergrund in Architektur sowie kuratorischer Praxis. Seine Arbeiten befassen sich mit kollektivem Gedächtnis, Raum und gemeinschaftlichen Strukturen. Ein persönlicherer Strang seiner Praxis richtet sich nach innen: körperbezogen, subjektiv, teils fragmentiert, hervorgehend aus physischen Prozessen und mit Bezug zu Erfahrungen jenseits normativer Realitäten.

10)
Saba Arat ist eine in der Türkei geborene, in Berlin lebende Künstlerin, die an der Schnittstelle von traditionellem Handweben, Klang und interaktiven Umgebungen arbeitet. Seit 2019 lebt und arbeitet sie in Wedding, wo ihr Atelier und ihre tägliche Praxis fest im Kiez verankert sind. Sie webt Kilims von Hand aus Wolle und leitfähigen Fasern und integriert Sensoren sowie Elektronik direkt in die textile Struktur. Diese gewebten Flächen werden zu spielbaren Instrumenten und partizipativen Installationen, die auf Berührung, Druck und Bewegung reagieren, Klang erzeugen und kollektive Hörerfahrungen schaffen. Ihre Arbeit versteht Weben sowohl als ancestrale Technologie als auch als zeitgenössisches Interface und richtet den Fokus auf verkörpertes Wissen, gemeinschaftliche Präsenz und alltägliche Begegnungen im urbanen Raum.

11)
Allistair Walter ist ein Künstler, dessen Praxis auf einem erweiterten Verständnis von Malerei basiert. Er arbeitet mit Öl, Harz, Druckgrafik und gelegentlichen Textilexperimenten und untersucht die Instabilität von Bildern sowie die Fragmentierung des Körpers. Seine Werke bewegen sich zwischen Figuration und Abstraktion und verhandeln Erinnerung, Intimität sowie die Spannung zwischen Bewahrung und Verschwinden