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mowe.Festival für Kunst und Stadtkultur (2025-27), Keyvisual, credit: Studio Itch

Open Studio | Trick-Reich

englisch: Werkstatt wird Ausstellungsraum: TrickReich in Berlin-Moabit öffnet seine Kulissen für eine Gruppenausstellung zwischen Filmrequisite, Animatronik und freier Kunst.

08. – 10. Mai 2026

14:00-18:00 Uhr

Trick-Reich
Alt-Moabit 19
10559 Berlin

Die Ausstellung findet in der temporären Gallerie TrickReich statt, dem vor 20 Jahren von Christoph von Lengerke gegründeten Unternehmen für Film- und Spezialeffekte sowie Animatronik. Gelegen in einem Hinterhof in Berlin-Moabit, ist TrickReich ein Ort, an dem sich die künstlerischen Ideen und die langjährige Erfahrung der beiden Künstler bündeln und materialisieren. Die Werkstatt dient nicht nur der Herstellung innovativer Filmrequisiten, sondern bildet auch die Grundlage für ihre individuellen kreativen Schaffensprozesse. Für die Gruppenausstellung und Werkschau verwandelt sich TrickReich von einer Werkstatt in einen Ausstellungsraum, der dennoch Einblicke in die kreativen Arbeitsprozesse gewährt und die Besuchenden hinter die Kulissen blicken lässt. Die ästhetische und funktionale Seite der Materialien wird in den hier ausgestellten Werken sichtbar gemacht, und die besondere Atmosphäre der Werkstatt, durchdrungen von Nicos und Christophs langjähriger geteilter Zusammenarbeit und Geschichte, bietet den idealen Rahmen für die Präsentation der vielseitigen Arbeiten der Künstler.

 

Zu den Künstler:innen

plazebo: Wir sind ein junges Kollektiv, das gemeinsam oder allein den Dingen auf den Grund fühlen möchte. Dabei ist uns wichtig, dass wir verschiedene Formen des künst-lerischen Ausdrucks verwenden: Bildende Kunst, Malerei, Fotografie, Videokunst, Performance, Tanz, Schau-spiel, Modedesign und Musik. Plazebo ist nicht ortsgebunden – von Berlin bis Karlsruhe kommt ein großes Netzwerk samt Freundeskreis auch rund um die Hauptschaffen-den des Kollektivs zusam-men. Durch das gegeseitinge Erkunden unterschiedlicher Kunstrichtungen seitigen Austausch gefunden. Dass wir alle aus anderen Disziplinen kommen, gibt uns die Möglichkeit, uns gegenseitig zu befragen und voneinander zu lernen. Wir wollen zugängliche Kunst schaffen, d. h., Räume öffnen, in denen für Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, Ausbildungssituationen, Lebensrealitäten und Kreativszenen Platz ist.

Der bildende Künstler Christoph von Lengerke (*1966, Berlin) lebt und arbeitet in Berlin. In seinen künstlerischen Arbeiten beschäftigt er sich mit dem tiefgehenden Erforschen von Materialien und welche Eigenschaften diesen innewohnen. Dabei macht er flüchtige kinetische Phänomene sichtbar, führt Elemente gegensätzlicher Aggregatzustände zusammen und schafft collagenartige Materialverbindungen. Christoph von Lengerke, ursprünglich aus dem Bereich der Filmrequisite, Spezialeffekte und Pyrotechnik kommend, hat sich als vielseitiger Künstler etabliert. Sein Werk umfasst ein breites Spektrum an Medien und Techniken, darunter Glas, Metall, kinetische Kunst, Video und Action Paintings. Diese Werkschau präsentiert eine vielfältige Sammlung von Lengerkes älteren und aktuellen Arbeiten. Seine Kunstwerke machen ephemere Momente greifbar und laden so dazu ein, die Vergänglichkeit und die ständig wechselnden Zustände unserer Umwelt zu reflektieren, genau hinzusehen und sichtbar zu machen, was sonst verborgen bleibt.

Nico Tobias Nitsch (*1971, Wien) arbeitet seit 1998 im Bereich des Modellbau, Animatronik, Puppenbau. Er präsentiert eine Auswahl seiner künstlerischen Werke, die sich durch eine Verbindung von Klang und Kinetik auszeichnen. Indem er gefundene Objekte mit von ihm neu geschaffenen Elementen kombiniert, schlägt er in seiner Arbeit oft Brücken zwischen dem Analogen und Digitalen, Altem und Neuen, dem Spirituellen und Profanen. So baut und entwirft er hölzerne, klingende Gebetsmaschinen, selbstspielende Instrumente und voll automatisierte Klangobjekte, die gleichzeitig aus einer fernen Zukunft sowie aus einer unbestimmten vergangenen Zeit stammen könnten. Seine retrofuturistischen Objekte zeigen sein tiefgreifendes Interesse an der Entwicklung technischer Prozesse, die er mit präzise platzierten ästhetischen Elementen verbindet. Seine künstlerischen Arbeiten laden die betrachtende Person ein, wahrzunehmen, genau zuzuhören und sich zu wundern, ob vielleicht auch ausrangierten Elektroteilen ein Geist innewohnen kann.

GlassConnectionBerlin e.V. Glaskunst verbindet — das ist die Idee hinter GlassConnectionBerlin e.V. Als gemeinnütziger Verein bietet das Studio in Berlin allen einen Zugang zur Kunst des Glasblasens. GCB veranstaltet Open Studio Events, bietet Unterricht für Anfänger*innen und Profis gleichermaßen. Im Studio haben schon Künstler*innen wie Jesse Günther, Lena Becerra, Anna Zachariades und Stefan Stirner gearbeitet.

Jesse Günther — Glaskünstler, Pädagoge und Stipendiat des Corning Museum of Glass in New York — steht dabei exemplarisch für die Vielfalt und das Niveau der Kunstschaffenden, die das Studio als kreativen Ort nutzen. Das Studio ist ein Ort der Begegnung — offen für alle, die Glas als Material erforschen oder künstlerisch einsetzen möchten.