HomepageKunst am BauKunst im StadtraumFestivalProgrammÜberEN
Keyvisual_bessere Auflösung

mowe.Festival für Kunst und Stadtkultur (2025-27), Keyvisual, credit: Studio Itch

Plakataktion: You Are The One von Oliver Otto Rednitz | gesamtes Festivalgebiet

Eine Plakataktion im Stadtraum stellt die Frage: Wem gehört die Stadt – und wer darf sichtbar sein?

08. – 10. Mai 2026

im gesamten Festivalgebiet

Die Bezirke Wedding und Moabit werden zum MOWE-Festival mit den Plakatserien HELDENREISE und GIPFELTREFFEN geflutet, wobei die Varianten YOU ARE THE ONE besonders hervortreten. Ikonografien des Berliner Stadbilds erobern den Kiez. Seitdem das Stadtbild zum politischen Kampfbegriff geworden ist – zum Symbol für Ordnung, Ausschluss oder Anpassung stellen die Plakate die Gegenfrage: Wem gehört die Stadt? Wer darf sichtbar sein?
Die Plakataktion verwandelt die Oberfläche der Stadt in ein Feld des Aushandelns – zwischen Sichtbarkeit und Verdrängung, Macht und Empathie, Angst und Liebe. Die Plakate erheben ihre Stimme für ein anderes Stadtbild, das Vielfalt nicht fürchtet, sondern feiert. Die Plakatserien verstehen Stadt nicht als Kulisse, sondern als Austragungsort gesellschaftlicher Fragen. Sie widersprechen der Idee eines „aufgeräumten“ Stadtbildes und behaupten stattdessen das Recht auf Unordnung, Widerspruch und Sichtbarkeit. Die Plakate greifen nicht ordnend ein, sondern öffnen Räume für Dialog – als soziale Plastik im Sinne einer demokratischen Stadt, die Differenz aushält und Transformation zulässt.

 

Zur Künstler:in

Die Kunst von Rednitz ist politisch, poetisch und öffentlich zugleich. Seine Arbeiten verbinden klare gesellschaftliche Botschaften mit einer starken visuellen Sprache – meist im Medium der Plakatkunst und interaktiven Installationen im öffentlichen Raum. Das Werk bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Streetart, sozialer Plastik und einer postkapitalismuskritischen Haltung. Daraus entwickeln sich seine ikonischen Plakatserien – HELDENREISE und GIPFELTREFFEN – die Liebe, Mitgefühl und Eins-Sein zur Diskussion stellen.
Seine PAPERWORX bedienen sich der Sprache von Dekonstruktion, Collage und Décollage – Akten des Schneidens, Reißens und Neu-Zusammensetzens – um Meta-Bilder zu schaffen, die zur Reflexion und zum kritischen Dialog einladen.