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Foto: Kristina Leko & David Smithson

BRINGT EIN PAAR STÜHLE MIT oder lass uns auf dem Boden sitzen, MITEINANDER IN DER STADT VON MORGEN, DAS GUTE LEBEN IM HANSAVIERTEL

Das Hansaviertel wurde mit dem Glauben an die Idee der Gemeinschaft gebaut, die sich in der Hausarchitektur widerspiegelt, etwa in den vielen integrierten Gemeinschaftsräumen. Umfragen vor Ort, ergänzt durch die Ergebnisse einer kulturanthropologischen Forschung im Hansaviertel aus dem Jahr 2007, deuten darauf hin, dass die Gemeinschaftsidee, obwohl in Teilen gescheitert, immer noch einen sehr starken Bezugspunkt für viele Bewohner*innen darstellt. Das Niemeyer-Haus eignet sich als ein Idealbeispiel für einen gut erhaltenen Gemeinschaftsraum und für ein funktionierendes Gemeinschaftsleben. In vielen anderen Häusern sind die Gemeinschaftsräume reduziert worden und/oder werden nicht mehr benutzt.

Kristina Leko und David Smithson übertragen mit ihrer künstlerischen Intervention den Grundriss einer Wohnung und eines Gemeinschaftsraumes des Niemeyer-Hauses auf die davorliegende Wiese in Form einer Bodenarbeit. Der vermeintlich öffentliche Raum befindet sich jedoch teils in privatem, teils in öffentlichem Besitz: Auf der öffentlichen Fläche wurde ein baulicher Eingriff genehmigt, auf der privaten Fläche nur eine Markierung durch Pflanzen und Trassierband. Die Trennlinie zwischen öffentlichem und privatem Raum wird so erstmals sichtbar.