
mowe.Festival für Kunst und Stadtkultur (2025-27), Keyvisual, credit: Studio Itch
Ausstellung: ÆON von Giordano Cioni | OKK
ÆON zeichnet den Archetyp des Wassermanns durch die verschiedenen astrologischen Zeitalter nach und nutzt das anbrechende Wassermannzeitalter als mythologische Linse, um den heutigen gesellschaftlichen und spirituellen Wandel zu beleuchten – mittels Skulptur, Fotografie und Experimentalfilm.
09. – 10. Mai 2026
16:00-19:00 Uhr
OKK – Organ kritischer Kunst
Prinzenallee 29,13359 Berlin
ÆON untersucht den Archetyp des Wassermanns, des kosmischen Wasserträgers, und verfolgt dessen sich wandelnde Symbolik durch die wechselnden astrologischen Zeitalter der Präzession der Tagundnachtgleichen. Das anbrechende Wassermannzeitalter wird zu einem mythologischen Rahmen, durch den die Gegenwart als eine Zeit des Wandels sozialer Paradigmen und spiritueller Erneuerung reflektiert wird.
Das Projekt entfaltet sich in einer Konstellation von Werken, darunter Harzfiguren, die Motive des Wassermanns und des Wasserträgers erforschen, Stahl- und Betonskulpturen, in die Siegel und Elementarsymbole eingraviert sind, fotografische Stillleben in Mischtechnik, präsentiert in handgefertigten skulpturalen Rahmen, sowie ein experimenteller Film, der als Initiationsreise strukturiert ist.
Zur Künstler:in
Giordano Cionis Werk zielt darauf ab, das Geheimnisvolle in zeitgenössischen Kontexten einzufangen und dabei die Sprache westlicher Mythen, Rituale und Symbole durch eine queere Linse zu verweben. Der Künstler bedient sich Skulptur, Fotografie und Film, um in Körpern, Landschaften und rituellen Handlungen verankerten Ahnencodes nachzuspüren. Ausgehend von so unterschiedlichen Quellen wie der Kosmologie der Renaissance, der Alchemie und der ägyptischen Mythologie interpretiert er alte spirituelle Systeme in einem zeitgenössischen, fließenden Paradigma neu und verschmilzt vielfältige Symbole, Techniken und Medien zu einem einheitlichen mythologischen Rahmen. Archetypen sind keine abstrakten Ideen, sondern lebendige Kräfte in der Evolution, die ich im Akt des Schaffens unmittelbar erlebe.